Holger Heuber | Up North | Dresden - Bergsichten | 18.11.17
TU Dresden Verkehrsverbund Oberelbe


Live Special - Holger Heuber & Band

Kletterfreak, Abenteurer und "notorischer Multitasker" Holger Heuber, der viele Expeditionen mit Kurt Albert und Stefan Glowacz unternahm, präsentiert einen besonderen Vortrag, der ein Novum beim Festival ist - die musikalische Untermalung der Show erfolgt mit Livemusik.

"Up North - Zu Fuß und mit Boot unterwegs in Alaska, Kanada und Aleuten"

Multivisionsshow von Holger Heuber mit Livemusik von Thomas Eisenhöfer und Band, ca. 120 min, inkl. Pause

Gleich in mehreren Outdoor-Disziplinen gilt Holger Heuber als Ausnahmetalent. Er klettert, fährt Ski, fliegt, kitet, paddelt, läuft. Bei spektakulären Expeditionen - etwa mit seinen Freunden Kurt Albert oder Stefan Glowacz - gehörte er zur Stammbesatzung, war und ist eine sichere Bank, werkelt dabei aber eher bescheiden im Hintergrund. Sein Name ist daher seltener in den Medien, seine Geschichten umso spannender, ein Grund mehr für das Bergsichten-Festival „Deutschlands unbekanntesten Outdoor-Promi“ an die Elbe zu holen.


Heuber nimmt mit in die rauen Landschaften Nordamerikas, Baffin Island. Hier hat er in den entlegenen Bastions eine 700 Meter Big Wall durchstiegen. Danach ging es mit Ski und Pulka 350 Kilometer übers Eis zurück. „Das Klettern steht im Mittelpunkt, aber das Drumherum, das Hin- und Wegkommen, ist ein ebenso wichtiger Teil der Expedition“, so Heuber. „Das Meer ist nie so lange eisfrei, dass man mit Kajaks sicher hinkäme und später wieder weg.“ Einzige Alternative war der An- und Abmarsch übers geschlossene Eis. Zwei Monate Laufen, Essen, Schlafen, Klettern bei Temperaturen weit unter null, für Heuber die Entdeckung der Langsamkeit. Schwitzen dabei verboten und höchste Aufmerksamkeit gefragt. „Existenziell ist, auf die Ausrüstung aufzupassen – auf dem Eis wie am Fels. Ist ein Schuh oder ein Handschuh weg, zu viel Zeit beim Zeltaufbau vertrödelt, drohen Erfrierungen.“


In Franken geboren, klettert Holger Heuber seit 37 Jahren. Begonnen hat alles vor seiner Haustüre am Walberla mit schweren Bergstiefeln, Bundhose und einer Trittleiter. Mitte der 70er zur Geburtsstunde des Roten Punktes kaufte er die ersten Kletterschuhe und begann mit dem Sportklettern. Es folgten zahlreiche Erstbegehungen zuerst im 7. später im 8., 9. und 10. Grad. Zusammen mit Kurt Albert und Stefan Glowacz begann er Ende der 80er mit den ersten Reisen und Expeditionen zu den entlegenen Winkeln dieser Erde. Zwischen Grönland und der Antarktis machte sich Holger Heuber auf die Suche nach unberührtem Fels. Nach einem schweren Unfall bei einem Ausdauerwettkampf 2002 folgt eine Zwangspause, eine Querschnittslähmung droht, fast ein Jahr ist Heuber ans Bett gefesselt. Entlassen wird er im Rollstuhl. Er lernte langsam wieder laufen, vieles hat sich in seinem Leben seither verändert, seine Begeisterung für die Berge ist geblieben.


Diese Erfahrung und die vielen Reisen und Expeditionen haben seine Einstellung zum Bergsport und zum Abenteuer sehr stark geprägt. Inzwischen ist die Anzahl seiner Erstbegehungen rund um den Erdball ziemlich lang geworden und bis heute ist seine Faszination für außergewöhnliche Touren und die Motivation Neuland zu entdecken ungebrochen.

Der Vortrag von Holger Heuber wird untermalt mit Livemusik von Thomas Eisenhöfer und Band. Thomas war bei einigen Reisen und Expeditionen mit Holger unterwegs und hat die meisten seiner Lieder im hohen Norden geschrieben.

www.holger-heuber.de

www.eisiandband.de


Sonnabend, 18.11.2017, 20:30 Uhr
Hörsaalzentrum der TU Dresden

Für diese Veranstaltung können Ticket-Gutscheinssets vor dem offiziellen Ticketverkauf erworben werden.

Mehr Infos


Festivalparty mit Eisi und Band

Im Anschluß an den Vortrag spielen Eisi und Band zum Tanz im Luis Trenker Saal auf. Der Musikstil wurde von der Presse mal mit den Worten "Musik für einen Quentin Tarantino Roadmovie" beschrieben. Die neue CD „Meet The Musher“ ist gerade erschienen und ähnlich wie die erste CD „Buffalo Walk“ hauptsächlich während diverser Yukon Aufenthalte entstanden.

Eisi und Band - Mal reinhören



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